Wer abnehmen möchte und nach Inspiration und Hilfe sucht, wird heute mit einer wahren Flut an Büchern, Websites und Artikeln konfrontiert. Es scheint so, als sei das Finden einer persönlichen Strategie so leicht wie nie.

Die Realität präsentiert sich jedoch nicht immer so geradlinig und einfach, denn viel wichtiger als die Wahl einer Diät oder eines Programms, ist die eigene Einstellung. Willst Du langfristig dabei bleiben und eine stabile Veränderung schaffen, brauchst Du eine starke mentale Basis. Die folgenden sechs Punkte helfen dabei.

1. Finde Dein persönliches „Warum“

Die eigene Motivation zum Abnehmen wird nur teilweise „extrinsisch“, also von außen, bestimmt. Fehlt der innere Antrieb und fragst Du Dich immer wieder nach dem Sinn des Ganzen, hast Du Deine „intrinsische“ Motivation noch nicht gefunden. Sie bildet allerdings die Basis einer kraftvollen Veränderung, die selbst Hürden und Durchhängern trotzt.

Begib Dich also auf die Suche nach Deiner stärksten Motivation und finde heraus, warum Du abnehmen möchtest. Ist es nur der schönere Körper? Oder willst Du auch leistungsfähiger und gesünder werden? Die beste Antwort auf die Frage nach Deiner Motivation bezieht sich auf Deine Zukunft.

Hast Du ein langfristiges Ziel gefunden und weißt Du, was ein Gewichtsverlust Dir auch in fünf Jahren noch bringen soll, verfasse einen starken Satz und notiere ihn auf einem Blatt Papier. Kommt dann ein Motivationstief, genügt ein kurzer Blick auf Dein „Warum“ und das Anknüpfen an die bisherige Energie fällt leichter.

2. Verbanne die Waage aus Deinem Badezimmer

Die Waage ist ein schlechter Berater, wenn es um das Projekt „Abnehmen“ geht. Reduziere Dich nicht auf eine Zahl oder gar Nachkommastellen und mache Schluss mit täglichem Wiegen. Es genügt vollkommen, wenn Du Deine Waage in einen Schrank stellst und sie einmal pro Woche oder auch pro Monat hervorholst, um Deinen Fortschritt zu erkennen.

Verschwindet die Waage mit ihrer nicht selten demotivierenden Message an Dich aus Deinem Leben und achtest Du stärker auf andere Indikatoren wie beispielsweise den Sitz Deiner Kleidung, wirst Du dauerhaft motiviert bleiben. Schließlich sind bloße Zahlen kein sinnvoller Anhaltspunkt, denn auch Wasser oder aufgebaute Muskelmasse verändern Dein Gewicht und eignen sich kaum für echte Rückschlüsse auf Deinen persönlichen Fortschritt.

3. Entwickle eine positive Grundhaltung

Denkst Du schon vor einer Diät, dass eine anstrengende und harte Zeit auf Dich zukommt, ist die Demotivations-Spirale nicht mehr fern. Natürlich erfordert die Umstellung Deiner Ernährung einige Willenskraft und nicht immer wird es leicht sein. Vermeide jedoch den häufigen Fehler, Dich auf das zu konzentrieren, was Dir verloren geht und fokussiere Dich stattdessen auf das, was Du gewinnst.

Mache Dir bewusst, dass Dein neuer Lebensstil das Ergebnis reiflicher Überlegungen und jede Entscheidung Ausdruck Deiner ganz persönlichen Motivation ist. Entscheidest Du Dich für Salat statt Pommes und erachtest das nicht als Verzicht, sondern kleinen Sieg, bleibst Du motiviert.

4. Sei geduldig

Natürlich wäre es schön, wenn Deine Erfolge sich so rasant wie nur möglich einstellen würden. Beim Abnehmen kommt es jedoch nicht auf Geschwindigkeit an, denn eine wirklich nachhaltige Gewichtsreduktion ist das Ergebnis des Verlustes von Wasser und Fett, während Du Muskelmasse erhältst oder aufbaust.

Dass das natürlich zu einem eher gemächlichen Fortschreiten führt, liegt auf der Hand und ist sogar erwünscht. Bleib also locker, wenn nach einem Monat nicht schon alle überschüssigen Pfunde verschwunden sind. Langsames und bewusstes Abnehmen ist der beste Weg hin zu bleibenden Ergebnissen.

5. Führe ein Abnehm-Tagebuch

Auch beim Abnehmen gilt: Du bist weniger erfolgreich, wenn Du keinem Plan folgst. Mit einem kleinen Tagebuch dokumentierst Du nicht nur Deinen persönlichen Fortschritt, sondern kannst auch Deine Stimmung, besondere Rezepte und Workout-Strategien festhalten.

Das macht eine zukunftsgerichtete Planung möglich und hilft Dir dabei, bewährte Muster und Maßnahmen zu erkennen. Zudem offenbart Dein Tagebuch persönliche Fallen, in die Du bisher unwissentlich getappt bist und hilft Dir beim Erkennen und Umgehen dieser buchstäblichen Fettnäpfchen.

6. Mache Schluss mit Vergleichen

Wie demotivierend es sein kann, sich mit „Instagram-Beauties“ und durchtrainierten Fitnessstudio-Mitgliedern konfrontiert zu sehen, weißt Du sicherlich. Führt das dazu, dass Du Dich selbst als minderwertig empfindest und Deine Motivation verlierst, solltest Du über Deine Vergleichsmentalität nachdenken.

Natürlich kannst Du Dich an den Plänen und Gewohnheiten der Menschen orientieren, die Deine Ziele bereits erreicht haben. Bleibe dabei aber stets realistisch und denke daran, dass Du eine einzigartige Persönlichkeit mit einem ebenso individuellen Weg bist, den Du letztlich nur gehen musst.